1981 verwirklichte sich der Bremer Horst Zeppenfeld einen Lebenstraum: Im heissen Alentejo in Südportugal, einer der sonnenreichsten Regionen Europas, erwarb er 1'000 Hektaren Land. Die Böden waren durch jahrzehntelange intensive Landwirtschaft stark erodiert, doch Horst hatte eine Vision. Heute wird Vale de Camelos (Tal der Kamele) vollständig biologisch bewirtschaftet. In den letzten 30 Jahren wurden durch nachhaltige Aufforstung insgesamt rund 600 Hektaren mit etwa 315'500 Bäumen und Sträuchern bepflanzt. Die Biodiversität steht dabei im Mittelpunkt. Neben Reben, Olivenbäumen und Obst wachsen auf den lebendig wiederbelebten Böden auch Blumen, Gräser und Kräuter. Diese wiederum bieten Lebensraum für Schmetterlinge, Vögel, Insekten, Reptilien und unzählige Bodenorganismen. Ausserdem wurden fünf Stauseen errichtet, in denen das sonst ungenutzt abfliessende Regenwasser gesammelt wird. Sie sichern nicht nur die Bewässerung in Trockenzeiten, sondern haben sich auch zu wertvollen Biotopen entwickelt, an denen sich jeden Winter bis zu 1'500 Kraniche und andere seltene Zugvögel versammeln.
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