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Schwarzer Engel
Beitrag in Zusammenarbeit mit Team Schwarzer Engel
DAS ST. GALLER WOHNZIMMER
Das 1986 gegründete Genossenschaftsrestaurant Schwarzer Engel ist ein wichtiger Teil der St. Galler Gesellschaft, Kultur- und mittlerweile auch Gastroszene geworden. In der Engel-Küche wird nach traditionellen Richtlinien hantiert: Nichts kommt vorgefertigt auf den Teller, (fast) alles ist Handarbeit. Im Jahr 2024 haben sie zudem den Wechsel zu einer rein vegetarischen Küche vollzogen.
Die Engel-Köch:innen verwenden hochwertige, saisonale und möglichst regional Produkte aus biologischem Anbau, wobei sind die Frische und ein hohes Mass an Qualität garantieren. Für den Betrieb ist es ein grosses Anliegen, mit lokalen und regionalen Lieferant:innen zusammenzuarbeiten und gleichzeitig das Angebot niederschwellig und zu fairen Preisen anzubieten.
Mit rund 800 Genossenschafter:innen lebt der Schwarze Engel die politische Idee der Selbstverwaltung aktiv vor, wie ein besseres Zusammenarbeiten und Zusammenleben möglich ist. Die aktiven Mitglieder treffen sich im Kollektiv zusammen, das den Engel führt. Diese beziehen den gleichen Einheitslohn, begegnen einander auf Augenhöhe und treffen sich zweimal im Monat zu obligatorischen Sitzungen, bei denen alle Entscheidungen gemeinsam getroffen werden. Es gibt keine Vorgesetzten, alle Kollektivmitglieder tragen dieselbe Verantwortung und haben gleiche Rechte und Pflichten.
Gleichzeitig bezeichnet sich das St. Galler Restaurant an der malerischen Engelgasse als «das zweite Wohnzimmer» und will auch für seine Gäste einen freien Raum schaffen, wo Diskriminierung nicht akzeptiert wird und wo keine Konsumationspflicht gilt.

FOKUSTHEMEN
IN DER KÜCHE
Saisonale & Regionale Küche
Im Winter findest du im Schwarzen Engel keine Tomatengerichte, sondern andere leckere Speisen, die der Saison entsprechen. Ihr Gemüse ist aus der Region und die restlichen Lebensmittel bezieht das Restaurant entweder aus dem regionalen Stadtladen oder von anderen Biopartner:innen.
Foodwaste / Lebensmittelverwertung
Foodwaste kann man leider oft nicht ganz vermeiden. Wichtig ist aber, wie man mit den Resten umgeht. Im Schwarzen Engel legen sie den Fokus darauf, realistische Mengen zu kochen und die verwendbaren Reste auch in andere Menüs wieder zu integrieren oder zu anderen Leckereien zu verarbeiten.
Bio-Produkte und/oder andere nachhaltige Labels
Das Küchenpersonal des Genossenschaftsrestaurants verwendet möglichst hochwertige Fairtrade-Bio-Produkte. Ausserdem ist es ihnen wichtig, Lebensmittel und Getränke aus der Region zu bevorzugen.
Verwendung von frischen und gering verarbeiteten Lebensmitteln
Im Schwarzen Engel spielen hausgemachte Produkte eine wichtige Rolle. Ketchup, Kartoffelstock, Salatsaucen, Röstzwiebeln, Eistees oder Kaffeegutzli werden unter anderem selbst produziert.
Enge Beziehung zu regionalen Produzent:innen
Die Engel-Köch:innen kennen ihre Lieferant:innen persönlich. Die Gerichte werden fast ausschliesslich mit Lebensmitteln aus der St. Galler Umgebung zubereitet. Dazu zählen zum Beispiel der Demeter Feldhof für Gemüse sowie das Kollektiv Waldheim, die Tofurei Engel in Zwillikon, Brauereien Schützengarten und Locher und andere lokale Produzent:innen.
Vegetarische / Plant Based Küche
Das Genossenschaftsrestaurant ist ein besonderer Favorit von allen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren. Im Schwarzen Engel sind rein vegane und vegetarische Gerichte zu finden.
IM RESTAURANT
Bestehende Kooperationen mit Vereinen
Der selbstverwaltete Betrieb ist ein wichtiges kulturelles und politisches Zentrum in der Ostschweiz geworden. Er arbeitet mit vielen lokalen Organisationen an zahlreichen Veranstaltungen zusammen. Beliebt sind zum Beispiel Anlässe des Vereins Latzhosen, der sich für eine inklusive Gesellschaft einsetzt.
Faires Arbeitsklima & Entlohnungssystem & Wohl der Mitarbeiter:innen
Die Kollektivmitglieder arbeiten ohne Chef:in und streben danach, die Hierarchien flach zu halten und erhalten alle den gleichen Lohn. Sollte eine Person etwas ändern wollen, kann sie die Thematik jederzeit in einer Sitzung ansprechen, die zweimal pro Monat stattfindet und Pflicht für alle ist.
Nachhaltigkeit bei Küchen- und Restaurantausstattung
Im Schwarzen Engel erzählt die Möbel Geschichte. Sehr wahrscheinlich wirst du an einem Tisch sitzen, der vielleicht ein paar Kratzer hat, aber sonst problemlos funktioniert. Die Kollektivmitglieder geben gerne den Möbelstücken ein zweites Leben. Und falls etwas fehlen sollte, konstruieren sie es eigenhändig.
IHRE PRODUZENT:INNEN
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Kollektiv Waldheim
Gemüse, obst
Auf etwa vier Hektaren betreibt der Kollektiv eine bodenschonende, vegane Landwirtschaft, bei der die Fruchtbarkeit des Bodens im Zentrum steht. Mit pflugloser Bodenbearbeitung, Mulchgemüsebau und vielfältigen Zwischenfrüchten fördern sie ein lebendiges Bodenleben. -
Amiata
Wein
Amiata steht für hochwertige Bioweine, die im Einklang mit der Natur entstehen. Das Team legt grossen Wert auf biodynamischen Anbau, der gesunde Böden fördert und authentische Weine hervorbringt. Mit Leidenschaft und Fachwissen wählen sie Weine aus, die Terroir und Rebsorte unverfälscht widerspiegeln. -
EvKoLadi
Olivenöl
Ab Oktober geerntet und schon im Dezember in der Schweiz. 80 Olivenbäume rund um ein kleines Haus in griechischer Lachanada liefern seit 2017 jedes Jahr frisches biologisches Öl nach Mitteleuropa. Neben ihrem eigenen Olivenöl verkaufen Eva und Koni auch das von Angelos Tsonis aus Akritochori – Ein hochwertiges Bio-Öl mit hohem Polyphenolgehalt. -
Feldhof
Gemüse, Obst
Demeter zertifiziert und mehr als 30 Jahre genossenschaftlich verwaltet. Der Feldhof befindet sich in der Nähe des Bodensees und liefert das ganze Jahr über hochwertiges Gemüse und Obst. Ihr Ziel ist es, durch die Vielseitigkeit und dem Zusammenspiel von Gemüsebau und Tierhaltung, einen lebendigen Hoforganismus zu gestalten.